Sie denken darüber nach, Ihre Matratze auszutauschen? Das ist eine gute Idee, um in der Nacht optimalen Schlafkomfort zu genießen.
Doch beim Kauf einer neuen Matratze stellt sich schnell eine Frage: Wie wählt man den Härtegrad einer Matratze aus? Soll man sich für eine weiche oder eine harte Matratze entscheiden?
Gehören Sie vielleicht zu den Schläfern, die feste Betten bevorzugen? Feste Matratzen sorgen insbesondere für eine bessere Stützung der Wirbelsäule. Es geht jedoch keineswegs darum, auf einem steinharten Bett zu schlafen.
Wir möchten Ihnen daher alles Wissenswerte zum Thema Matratzenhärte näherbringen, damit Sie die feste Matratze finden, die Ihren Erwartungen am besten entspricht.
Der Härtegrad einer Matratze
Bevor man sich auf die Suche nach einer festen Matratze macht, ist es sinnvoll, sich noch einmal mit der Definition von Festigkeit im Bereich der Bettwaren auseinanderzusetzen. Kurz gesagt ist die Festigkeit einer Matratze das Gefühl, das der Nutzer empfindet, wenn er sich auf die Matratze legt oder darauf sitzt.
Man kann drei Arten von Matratzen unterscheiden:
- weiche Matratzen: Sie sind besonders anschmiegsam und bestehen in der Regel aus Memory-Schaum mit einer dicken Polsterung;
- ausgewogene Matratzen: weder zu weich noch zu fest – sie eignen sich für die große Mehrheit der Menschen;
- Feste Matratzen: Sie bieten in der Regel eine sehr gute Stützkraft.
Man sollte Festigkeit und Stabilität nicht miteinander verwechseln
Es ist in der Tat wichtig, zwischen Festigkeit und Stabilität zu unterscheiden.
Die Festigkeit steht im Zusammenhang mit dem Liegekomfort, während die Stabilität einer Matratze den Grad der Stützung der Wirbelsäule berücksichtigt. Der Stabilitätsgrad gewährleistet eine rückenschonende Liegeposition für den Nutzer. Natürlich wird die korrekte Ausrichtung der Wirbelsäule auch durch den Härtegrad der Matratze beeinflusst.
Daher ist die Wahl des richtigen Härtegrads für Ihre Matratze von entscheidender Bedeutung, denn wenn diese zu weich oder im Gegenteil zu hart ist, wird die Wirbelsäule nicht richtig gestützt. Mit der Zeit kann dieses Problem zu Rückenschmerzen führen. Abgesehen von diesen Beschwerden bestimmt der Härtegrad der Matratze auch, wie komfortabel das Bett empfunden wird.
Faktoren, anhand derer sich der Komfort von Bettwaren hinsichtlich ihrer Festigkeit beurteilen lässt
Die richtige Festigkeit einer Matratze hängt somit von den jeweiligen Nutzungsanforderungen ab. Tatsächlich lassen sich anhand von drei Hauptkriterien die richtige Festigkeit einer Matratze bestimmen:
- die körperlichen Merkmale des Nutzers (Größe und Gewicht);
- die Vorlieben je nach Schlafposition (auf dem Rücken, auf dem Bauch, auf der Seite usw.);
- die persönlichen Vorlieben hinsichtlich der Festigkeit.
Gut zu wissen: Der Härtegrad spielt eine wichtige Rolle für die Dichte der Matratze. Je höher die Dichte, desto fester ist die Matratze. Die gängigsten Dichten sind 70 kg/m³, 75 kg/m³, 80 kg/m³ und 85 kg/m³.
Die Wahl der Dichte einer Matratze richtet sich nach Ihrer Körperform und Ihrem Gewicht. Je höher Ihr BMI ist, desto höher sollte die Dichte sein, damit sich die Matratze besser an Ihre Körperform anpassen kann und gleichzeitig ein gutes Maß an Festigkeit beibehält.
Schaumstoff, Latex, Federn: Die Festigkeit einer Matratze hängt von ihrem Federkern ab
Schaumstoffmatratzen, Latexmatratzen, Federkernmatratzen oder auch Memory-Foam-Matratzen: Es gibt verschiedene Arten von Matratzen. Der Härtegrad hängt somit auch von der Art der Matratze ab.
So ist eine Memory-Schaum-Matratze weicher als eine Kaltschaum-Matratze. Je nach Modell gibt es jedoch auch feste Memory-Schaum-Matratzen.
Die Federung der Matratze – also die Technologie, die das Herzstück der Bettwaren bildet – bestimmt somit den Härtegrad. Latex, Schaumstoff oder Federn: Die Wahl hängt von den individuellen Vorlieben ab. Es ist jedoch zu beachten, dass Naturlatex vorzuziehen ist, um synthetische und chemische Materialien zu vermeiden.
Die Rolle der Dicke in Bezug auf die Festigkeit
Die Dicke des Matratzenkerns ist ebenfalls ein entscheidendes Kriterium für die Festigkeit des Bettes. Je dicker der Kern ist, desto sanfter erfolgt das Einsinken in das Bett.
Bei Schaumstoffmatratzen wird eine Mindestdicke von 10 cm empfohlen. Bei Latexmatratzen raten wir Ihnen, sich für eine Mindestdicke von 12 cm zu entscheiden. Bei Federkernmatratzen gilt schließlich: Je höher die Anzahl der Federn, desto hochwertiger ist die Matratze und desto besser entspricht sie Ihren Anforderungen an die Festigkeit.
Wie lässt sich die Festigkeit einer Matratze ganz einfach beurteilen?
Neben den Hinweisen der Matratzenverkäufer lassen sich die Härtegrade der Matratzen auch mit ein paar einfachen Handgriffen beurteilen.
Um herauszufinden, ob eine Matratze für Sie zu fest ist, legen Sie sich in Seitenlage hin. Führen Sie Ihre Hand in die Mulde Ihres Rückens. Wenn Ihre Hand zu leicht hineingleitet, gibt die Matratze nicht ausreichend nach und passt sich nicht Ihrer Körperform an.
Die Rückenwölbung (oder Nierenwölbung) befindet sich im Bereich der Lendenwirbelsäule. Eine Vertiefung an dieser Stelle kann zu Beschwerden führen.
Um festzustellen, ob eine Matratze hingegen zu weich ist, drücken Sie einfach Ihren Ellbogen in die Matratze. Der Ellbogen sollte dabei nicht tiefer als 3 bis 4 cm einsinken.
In welchen Fällen sollte man eine feste Matratze bevorzugen?
Nachdem Sie nun alle Kriterien, anhand derer sich die Festigkeit einer Matratze beurteilen lässt, etwas besser kennen, stellt sich die Frage: Sollte man feste Matratzen den weichen vorziehen?
Die Vorteile einer festen Matratze
Eine feste Matratze hat den Vorteil, dass sie für eine gute Belüftung sorgt. Ob aus Latex oder mit Federn – die Matratze ist dadurch vor Feuchtigkeit geschützt und begrenzt das Vorkommen von Hausstaubmilben.
Feste Matratzen sorgen zudem für eine bessere Durchblutung und entlasten Druckstellen.
Schließlich sind feste Matratzen in der Regel langlebiger und weisen eine bessere Alterungsbeständigkeit auf.
Matratzenhärte gegen Rückenschmerzen: weder zu hart noch zu weich
Zwar wird Menschen mit Rückenproblemen eine feste Matratze empfohlen, doch muss diese Aussage dennoch relativiert werden. Eine zu feste Matratze ist nämlich nicht unbedingt gut für den Rücken.
Die Matratze muss zwar fest genug sein, um die Wirbelsäule richtig zu stützen, darf aber dennoch nicht zu fest sein. Eine sehr feste Matratze könnte zu belastenden Druckstellen im Schulter- oder Hüftbereich führen.
Körpergewicht und Schlafposition: Gründe für die Wahl einer festen Matratze
Neben Rückenschmerzen gibt es noch weitere Gründe, warum Sie sich für eine feste Matratze entscheiden sollten:
- Feste Matratzen werden für Personen mit kräftigem Körperbau empfohlen;
- Feste Matratzen sind ideal für Menschen, die am liebsten auf dem Bauch, auf dem Rücken oder auch auf der Seite schlafen.
Die Wahl einer festen Matratze bietet Ihnen also nicht nur Komfort, sondern sorgt auch für eine bessere Körperhaltung, insbesondere für Ihren Rücken, Ihre Halswirbelsäule und Ihre Hüften. Letztendlich ist es wichtig, eine Matratze zu wählen, die sowohl Ihren Vorlieben (Komfort, Schlafposition usw.) als auch Ihrem Körperbau (Größe, Gewicht) entspricht.
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