Sie haben sich bereits für einen bestimmten Lattenrost entschieden – damit haben Sie die Hälfte der Arbeit schon hinter sich. Nun müssen Sie jedoch die richtige Matratze für Ihren Lattenrost und Ihren Komfort auswählen.
Tatsächlich ergänzen sich Matratze und Lattenrost gegenseitig. Durch die Wahl eines bestimmten Matratzentypslässt sich der für den Lattenrost typische Härtegradentweder mildern oder verstärken. Durch die Federn bietet ein solcher Lattenrost naturgemäß eine weichere Liegefläche als beispielsweise ein Lattenrost mit festen Latten.
Aber wussten Sie, dass es tatsächlich verschiedene Modelle von Federkernbetten gibt und dass jede Technologie ihre eigenen technischen Besonderheiten und somit einen unterschiedlichen Härtegrad aufweist? Das wussten Sie noch nicht? Umso besser, denn genau das möchten wir Ihnen hier näherbringen. Wir werden auch darauf eingehen, welche Matratze am besten zu Ihrem Federkernbett passt.
Die verschiedenen Arten von Federbetten
Das ist für Sie also keine Überraschung mehr: Tatsächlich gibt es mehrere Modelle von Federkern-Lattenrosten.
- Der Lattenrost mit bikonischen Federn besteht aus Federn, die über die gesamte Liegefläche hinweg durch Stahldrähte miteinander verbunden sind. Diese Technologie sorgt für eine feste Liegefläche, weshalb der Lattenrost mit bikonischen Federn für Personen mit kräftigem Körperbau empfohlen wird.
- Der Federkern mit Mehrfachspiralen besteht hingegen aus Federn, die durch einen einzigen Stahldraht miteinander verbunden sind und ineinander verschlungene Spiralen bilden. Dieses Modell zeichnet sich durch einen gleichmäßigen Liegekomfort aus, passt sich jedoch nicht an die unterschiedlichen Druckverteilungen des Körpers an. Zudem bietet diese Art von Produkt keine separate Liegefläche.
- Der Taschenfederkern ist das leistungsstärkste Modell, da er eine feste Stützkraft bietet, sich dem vom Körper ausgeübten Druck anpasst und ideal für getrennte Schlafbereiche ist. Genau wie bei einer Taschenfederkernmatratze wirkt jede Feder eigenständig, da sie unabhängig von den anderen ist.
Jedes Federkern-Lattenrostmodell hat also seine eigenen Eigenschaften. Die Wahl des Lattenrosts und der dazugehörigen Matratze sollte auf Ihre individuellen Bedürfnisse hinsichtlich der Härtegrade (weich, mittelhart, hart, sehr hart) abgestimmt sein.
Beachten Sie außerdem, dass der Federrahmen in Standardstärke, extraflach (geringe Stärke für eine unauffällige Montage) oder schalenförmig erhältlich ist, um die Matratze in den Rahmen einzupassen. Diese Kriterien bestimmen unter anderemdie Dicke der Matratze, die Sie wählen sollten.
Schließlich kann ein Federrahmen auch gepolstert sein, das heißt, er ist entweder nur am Rahmen (aus ästhetischen Gründen) oder über die gesamte Oberfläche mit Stoff bezogen. Dies hat Auswirkungen auf die Belüftung des Bettes und somit auf die Wahl der Matratze.
Die Taschenfederkernmatratze für einen Federkern-Lattenrost
Bevor wir mit unseren Erläuterungen fortfahren, wollen wir zunächst einen Blick auf die Technologie der Taschenfederkernmatratze werfen, damit Sie das Folgende besser verstehen können.
Die Taschenfederkernmatratze besteht aus Federn, die einzeln in verschlossenen Taschen verpackt sind. Diese Besonderheit sorgt dafür, dass jede Feder unabhängig arbeitet und somit je nach dem auf sie ausgeübten Druck eine angepasste Festigkeit bieten kann, was der Taschenfederkernmatratze eine größere Flexibilität verleiht.
Es passt sich somit sowohl an die Körperform des Schläfers als auch an die jeweilige Körperzone an (weich im Nackenbereich, fest im Gesäßbereich usw.). Darüber hinaus gewährleistet es eine hochwertige Stützung, die die natürliche Körperhaltung berücksichtigt, wie beispielsweise die Ausrichtung der Wirbelsäule oder die Krümmung des Nackens.
Schließlich gibt es je nach Durchmesser und Höhe der bei der Konstruktion der Matratze (oder des Lattenrosts) verwendeten Federn verschiedene Härtegrade. Die Dichte der Matratze hängt von der Art des Federbetts ab:
- Bei einem Lattenrost mit bikonischen Federn (sehr fest) empfiehlt es sich, eine Taschenfederkernmatratze mit mittlerem Härtegrad zu wählen, um einen weicheren Liegekomfort zu erzielen;
- Bei einem Federkernbett mit Mehrfachwendeln, das einen gleichmäßigen Liegekomfort bietet, muss die Matratze vor allem den für die Körperform des Schläfers geeigneten Härtegrad aufweisen, da diese Art von Bett nicht anpassbar ist;
- Bei einem Lattenrost mit Taschenfedern sollte man eine relativ feste Matratze wählen, da sich sowohl der Lattenrost als auch die Matratze dem ausgeübten Druck anpassen, was zu einem zu weichen Liegegefühl führen kann, wenn die Matratze nicht ausreichend fest ist.
Unabhängig davon, ob der Lattenrost gepolstert ist oder nicht: Eine Taschenfederkernmatratze sorgt für eine gute Belüftung des Bettes, doch ein ungepolstertes Modell ist immer noch besser.
Die Naturlatexmatratze für einen Federkernbettrahmen
Die Naturlatexmatratze zeichnet sich durch ihre unglaubliche Flexibilität aus, wodurch sie zwar fest ist, aber dennoch eine weiche Körperanpassung gewährleistet und somit für besseren Schlafkomfort sorgt. Aus diesem Grund eignet sich die Naturlatexmatratze für alle Arten von Federkernbetten.
Es sei darauf hingewiesen, dass eine Naturlatexmatratze so konzipiert ist, dass sie je nach Körperzone unterschiedliche Härtegrade bietet. Einige Modelle verfügen über eine Liegefläche mit bis zu sieben verschiedenen Komfortzonen. Taschenfederkernmatratzen und Naturlatexmatratzen – diese beiden Lösungen sind sich in mehreren Punkten ebenbürtig, darunter die Komfortqualität und die anpassungsfähige Härte.
Dennoch ist eine Latexmatratze gesünder als ein Modell mit Taschenfedern. Sie wird nämlich unter Einhaltung strenger Bio-Standards hergestellt, um das Naturprodukt-Siegel (zum Beispiel Eurolatex) zu erhalten. Man darf also 100 % natürlichen Latex nicht mit synthetischem Latex verwechseln, der chemischen Behandlungen unterzogen wird (genau wie Lattenroste oder Federkernmatratzen).
Deshalb erscheint uns eine Latexmatratze als die beste Lösung für einen Federkernbettrahmen. Außerdem müssen Sie sich keine Gedanken darüber machen, welche Dichte je nach Art der Federn im Bettrahmen die richtige ist!
Nachdem Sie das Vorstehende gelesen haben, fragen Sie sich vielleicht, warum die Schaumstoffmatratze nicht erwähnt wurde. Lassen Sie uns unseren Leitfaden mit einem Hinweis zu dieser Art von Schlafunterlage abschließen. Eine Matratze mit Schaumstofffüllung sollte unserer Meinung nach in Kombination mit einem Federkernbettgestell vermieden werden, insbesondere wenn es sich um ein Polsterbettgestell handelt.
Tatsächlich weist die Schaumstoffmatratze aufgrund der Dichte des Schaumstoffs, aus dem sie besteht, eine mangelnde Atmungsaktivität auf. Eine unzureichende Belüftung bleibt nicht ohne Folgen:
- Feuchtigkeit der Bettwäsche und der Raumluft;
- Bildung von Flecken und Schimmel auf der Matratze;
- Vermehrung von Milben und anderen lästigen Tierchen, wie zum Beispiel Bettwanzen;
- Reizungen im Rachen und in der Nase;
- usw.
Zudem ist eine Schaumstoffmatratze im Allgemeinen recht fest. In Kombination mit einem Lattenrost mit bikonischen oder Mehrfachspiralfedern würde dies Ihren Schlafplatz zu hart machen, was sich negativ auf Ihren Körper und Ihre Schlafqualität auswirken würde. Die Kombination mit einem Taschenfederkern ist die „am wenigsten schlechte“ Lösung, da die einzelnen Federn die Festigkeit des Schaumstoffs teilweise (wenn auch nicht ausreichend) ausgleichen würden. Zudem würden Sie alle Vorteile eines Taschenfederkerns einbüßen.
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