Kinder – natürlich nicht alle – besitzen diese unglaubliche Fähigkeit, überall und auch in manchmal lauten Umgebungen einzuschlafen. Außerdem klagt ein Kleinkind nicht über Muskelkater oder schlechten Schlaf, da es diese Empfindungen nicht ausdrücken kann, weil es sie weder deuten noch den Zusammenhang erkennen kann.
Ein Kind, das schlecht schläft, wacht müde auf und ist tagsüber leichter gereizt oder unruhig. Es kann aber auch Schwierigkeiten haben, einzuschlafen (und da helfen auch noch so viele Gutenachtgeschichten nichts), oder es wacht mehrmals pro Nacht auf.
Wenn es für Erwachsene also von entscheidender Bedeutung ist, zu wissen, wie man die richtige Matratze auswählt, gilt dies ebenso für die Auswahl der Matratze für unsere Kleinen.
Wir erklären Ihnen alles, was Sie dazu wissen müssen, damit Ihr Kind – und nebenbei auch die Eltern – erholsame Nächte genießen können, ohne dass nächtliches Aufwachen die Schlafqualität des ganzen Haushalts beeinträchtigt.
Kriterien für die Auswahl einer Kindermatratze: die Größe
Bei der Auswahl einer Kindermatratze gelten mehr oder weniger dieselben Kriterien wie bei der Auswahl einer Matratze für Erwachsene. Kurz gesagt geht es darum, eine Matratze zu kaufen, die dem Körperbau des Kindes entspricht. Leicht gesagt, werden Sie vielleicht einwenden, denn ein Kind wächst ja ständig!
Das stimmt, aber seien Sie unbesorgt: Eine hochwertige und gut ausgewählte Matratze ist nicht schon nach wenigen Jahren veraltet. Die Technologie im Bereich der Bettwaren hat enorme Fortschritte gemacht, und Matratzen sind heute wesentlich anpassungsfähiger. Das einzige Kriterium, das Sie im Hinblick auf das Wachstum Ihres Kindes nicht außer Acht lassen sollten, ist die Größe der Matratze, da es verschiedene Modelle gibt: Breiten von 70, 80, 90, 100, 110 und 120 cm (die Länge beträgt immer 190 cm, hier gibt es keine Auswahlmöglichkeit).
Tatsächlich ist es verlockend, ein kleines Bett für ein kleines Kind zu kaufen – man weiß ja nie, falls es einmal herunterfällt oder um zu verhindern, dass es nachts im Bett „verloren geht“. Ja, das passiert viel öfter, als Sie denken. Der Nachteil eines zu kleinen Bettes (Matratze und Lattenrost) ist jedoch, dass es schneller ausgedient hat. Andererseits macht es keinen Sinn, ein Doppelbett zu wählen, um schon jetzt an die Pubertät oder das Leben als junger Erwachsener vorwegzunehmen, da die Lebensdauer einer Matratze 10 Jahre beträgt.
Die Größe der Matratze Ihres Kindes hängt also ebenso wie die Wahl des Härtegrades von seinem Alter und seiner Statur ab. Für ein Kleinkind (ab 4 oder 5 Jahren) scheint eine Matratze mit einer Breite von 80 cm ein guter Kompromiss zu sein. Für ein Kind ab 10 Jahren kann man ein Standard-Einzelbett mit einer Breite von 90 cm wählen. Die Größe des Zimmers sollte kein Auswahlkriterium sein, aber es versteht sich von selbst, dass dies dennoch ein wichtiger Punkt ist, vor allem, wenn Sie nicht vorhaben, das Zimmer Ihres Kindes zu wechseln.
Kriterien für die Auswahl einer Kindermatratze: die Dichte
Die Dichte einer Matratze bestimmt den Härtegrad der Stützkraft. Dieses Kriterium ist wichtig, um eine angemessene Körperunterstützung zu gewährleisten, zumal sich ein Kind in einer Phase des ständigen Wachstums befindet. So wie eine zu weiche oder zu harte Matratze für den Rücken und Nacken eines Erwachsenen nicht ideal ist, gilt dies auch für ein Kind. Die Ausrichtung der Wirbelsäule muss gewährleistet sein, um Verspannungen oder Druckstellen an bestimmten Körperstellen (meistens im Becken- und Schulterbereich) zu vermeiden.
Welche Matratzenhärte sollte man für ein Kind wählen? Während die Antwort auf diese Frage bei Erwachsenen kompliziert ist (da sie vom Gewicht und der Größe des Schläfers abhängt), ist sie bei Kindern einfacher. Da sich Kinder im Wachstum befinden, geht die Gewichtsveränderung mit der Körpergröße einher, sodass das Gewicht gleichmäßig auf der Matratze verteilt wird und sich die Matratze gewissermaßen an das Wachstum anpasst.
Idealerweise sollte die Matratze im Kern fest stützen und im Kontaktbereich weich sein. Dies fördert eine gesunde Entwicklung der Wirbelsäule und gewährleistet optimalen Komfort für Ihr Kind. Die Matratze sollte sich den natürlichen Formen und Krümmungen seines Körpers anpassen.
Wir können Ihnen keine ideale Härte nennen, da die Festigkeit in erster Linie von der Polsterung der Matratze abhängt.
Kriterien für die Auswahl einer Kindermatratze: die Füllung
Einfach ausgedrückt gibt es drei Hauptarten von Füllungen:
- Schaumstoffmatratzen;
- Taschenfederkernmatratzen;
- Latexmatratzen.
Die Festigkeit der Matratze hängt also vom verwendeten Material ab. Um die passende Festigkeit entsprechend der Füllung und der Marke des Modells zu wählen, empfehlen wir Ihnen, die Körperformtabellen zu konsultieren. Es ist jedoch interessant, einen Überblick über die Eigenschaften der einzelnen Füllmaterialien zu geben.
Eine Schaumstoffmatratze hat den Vorteil, dass sie in Sachen Härtegrad eine große Auswahl bietet. Sie gehört zu den bekanntesten Matratzen, und das aus gutem Grund: Sie ist auch die preisgünstigste (unter 100 Euro). Zudem gibt es hinsichtlich des Liegekomforts nichts zu beanstanden. Aber – und es gibt mehr als ein „aber“ – eine Schaumstoffmatratze hat folgende Nachteile:
- Da es aus der petrochemischen Industrie stammt, handelt es sich um ein Erdölderivat, das zahlreichen chemischen Behandlungen unterzogen wurde und daher potenziell gesundheitsschädlich ist;
- dass die im Schaumstoff enthaltene Feuchtigkeit nicht entweichen kann (Schweiß und natürliche Verdunstung von Körperfeuchtigkeit während der Nacht, ganz zu schweigen von eventuellen „Unfällen“ des Kindes im Schlaf). Die Feuchtigkeit bleibt somit in der Matratze eingeschlossen, was zu gesundheitlichen Problemen führen kann (unangenehmer Geruch, Schimmel, Flecken usw.);
- die Vermehrung von Milben und anderen Schädlingen (wie Bettwanzen) zu begünstigen, die feuchte Orte bevorzugen, sowie das Risiko, Allergien zu entwickeln.
Daher erscheint uns die Schaumstoffmatratze nicht als die beste Wahl für ein Kind (und natürlich auch nicht für einen Erwachsenen), auch wenn der Preis attraktiv ist.
Dennoch gibt es auch andere Lösungen, wie zum Beispiel die Taschenfederkernmatratze, die aus zahlreichen, einzeln in Hüllen eingepackten Federn besteht und Komfort sowie eine an die jeweilige Körperstelle angepasste Stützkraft bietet. Zudem tragen die Taschenfedern zu einer guten Belüftung der Matratze bei. Allerdings kann auch diese Art von Matratze chemisch behandelt werden, wenn auch in insgesamt geringerem Umfang als eine Schaumstoffmatratze.
Welche Lösung gibt es also für eine Matratze, die die Gesundheit Ihres Kindes nicht beeinträchtigt? Eine Latexmatratze, wie beispielsweise die Kindermatratze der Marke Kipli, könnte die Antwort auf Ihre Frage sein. Latex ist ein Naturmaterial, das keiner chemischen Behandlung unterzogen wurde (vorausgesetzt, es handelt sich um 100 % Naturlatex und nicht um synthetischen Latex), was ihm thermoregulierende, antibakterielle und milbenabweisende Eigenschaften verleiht. Das Material ist fest, aber auch elastisch und bietet eine mittelfeste Stützkraft, die für Kinder geeignet ist.
So kommt es bei der Auswahl einer Matratze weniger auf deren Größe oder Dichte an – obwohl diese Faktoren zweifellos wichtig sind –, sondern vielmehr auf die Füllung und deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder, die ja besonders empfindlich ist, sowie auf die Umweltauswirkungen der Matratze.
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