Wandleuchten: Wie trifft man die richtige Wahl?
Die richtige Auswahl der Leuchten für die Inneneinrichtung ist nach wie vor eine große Herausforderung, wenn man sein Zuhause einrichten und dekorieren möchte. Nach den Bauphasen, der Einrichtung und der Raumgestaltung bleibt noch die Dekoration und die Schaffung der richtigen Atmosphäre.
Aber man muss nicht erst die Renovierungsarbeiten abschließen, um über die Beleuchtung im Haus nachzudenken. Es kann auch der Wunsch nach einer stilistischen oder dekorativen Veränderung sein, zumal es heutzutage zahlreiche Lösungen für die Wohnraumbeleuchtung gibt.
Zunächst werden wir uns die verschiedenen Beleuchtungsarten ansehen, unter denen Wandleuchten einen besonderen Stellenwert einnehmen. Anschließend werden wir näher auf die verschiedenen Möglichkeiten von Wandleuchten eingehen und ihre Besonderheiten erläutern. Schließlich können wir uns konkrete Anwendungsbeispiele für die Beleuchtung mit Wandleuchten vorstellen, um uns ein besseres Bild von den damit erzielbaren Effekten und den Vorteilen eines solchen Beleuchtungssystems zu machen.
Von der Hängeleuchte bis zur Design-Wandleuchte
In Frankreich erfolgte die Elektrifizierung der Haushalte im Laufe des 20. Jahrhunderts, beginnend mit einer einzigen Glühbirne an der Decke des Hauptraums, deren Nutzung bis 23 Uhr geduldet wurde und morgens nur in begrenztem Umfang erlaubt war. Seitdem gibt es Licht auf allen Etagen und in allen Räumen.
Nach und nach haben Lampen, Deckenleuchten und andere Strahler Einzug in unsere Wohnräume gehalten, um den Gewohnheiten unseres modernen Lebens besser gerecht zu werden. Dank der Elektrizität steht uns Licht im Alltag zur Verfügung, und schon der kleinste Stromausfall wird schnell zu einem ernsthaften Problem.
Was die Beleuchtung angeht, liegt die Zeit, in der man sich auf eine Glühbirne beschränken musste, die an Drähten von der weißen Decke hing, noch gar nicht so lange zurück, denn dies ist eine kostengünstige Lösung, um die verschiedenen Räume des Hauses (Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, Badezimmer usw.) zu beleuchten. Doch Hersteller und Innenarchitekten haben schnell erkannt, welche Bedeutung die Beleuchtung hat, und konnten ein immer vielfältigeres Sortiment an Leuchten entwickeln, um den Anforderungen jedes Raums im Haus und der Außenbereiche gerecht zu werden. Dazu gehören beispielsweise:
- Stehlampen und Stehleuchten;
- Deckenleuchten in verschiedenen Formen und Farben;
- verschiedene Wandleuchten;
- Einbau- oder Aufputz-Strahler;
- Farbwechsel-Glühbirnen;
- Glühbirnen mit Bewegungsmelder;
- usw.
Der technische Fortschritt und die Weiterentwicklung des Wissens in den Bereichen Elektrotechnik und Elektronik haben die Entstehung energieeffizienter (LED) und immer leistungsfähigerer Technologien ermöglicht und damit die Art und Weise, wie die Welt und die Haushalte beleuchtet werden, neu definiert.
Die Wandleuchte hat somit von all diesen Fortschritten profitiert und nimmt mittlerweile einen wichtigen Platz in der Welt der Leuchten ein.
Die Wandleuchte
Wandleuchten gab es bereits vor der Einführung der Elektrizität. So wurden beispielsweise zur Zeit des Ancien Régime an mehrarmigen Kerzenleuchtern Wandkerzen angebracht. Dies wurde bereits als Wandleuchte betrachtet, da es sich um ein Beleuchtungssystem an der Wand handelte.
Der Begriff „Wandleuchte“ bezeichnet also ein Beleuchtungssystem, das direkt an einer Wand oder einer vertikalen Fläche angebracht wird. Oftmals in Form eines ästhetischen Gehäuses ausgeführt, ist sie ein schönes Dekorationselement an der Wand und ermöglicht sowohl präzise Lichtinszenierungen als auch eine aufwertende Innenraumgestaltung.
Die Wandleuchte in all ihren Formen
Eine Wandleuchte kann somit allen kreativen Wünschen gerecht werden, zumal für ihre Herstellung zahlreiche Materialien zur Verfügung stehen:
- Holz und Holzwerkstoffe;
- Rohmetall, lackiert oder gebürstet;
- transparente oder undurchsichtige, perforierte Kunststoffe;
- durchsichtige Reispapierblätter oder Spezialgewebe;
- usw.
Auch bei den Formen gibt es keine Vorgaben, und ihre Kombination mit den verschiedenen Materialien eröffnet unendlich viele Möglichkeiten für eine originelle Inneneinrichtung. Die Auswahl ist grenzenlos – abgesehen von den Modellen, die zum Zeitpunkt des Kaufs im Shop verfügbar sind.
Mögliche Lichtspiele
Eine Wandleuchte ermöglicht verschiedene Lichteffekte in einem Wohnraum. Von der Standardglühbirne bis zur LED kann das Licht horizontal und/oder vertikal ausgestrahlt werden. Auf diese Weise lassen sich unterschiedliche Effekte erzielen.
- Das Richten eines Lichtstrahls auf die Decke und/oder den Boden, ohne dabei die Wand zu beleuchten, kann dazu beitragen, einen bestimmten Bereich des Raums besonders hervorzuheben.
- Durch den Einbau einer LED-Wandleuchte mit einem farbigen, lichtdurchlässigen Gehäuse (oder mit dimmbaren LEDs) lässt sich eine Lichtstimmung schaffen, die je nach Wunsch variiert und so einen farbigen Lichtschein im Innenraum erzeugt.
- Wenn in einem Raum des Hauses genügend Wandleuchten vorhanden sind, kann man auch auf eine Deckenleuchte verzichten. So bleibt der Deckenbereich frei und steht für ein anderes Einrichtungsprojekt zur Verfügung.
Bei der Auswahl einer Wandleuchte geht es also nicht nur darum, ein Modell zu wählen, das gefällt und den Raum verschönert. Es geht auch darum, eine bestimmte Wirkung und einen bestimmten Stil zu wählen, die die gesamte Einrichtung optimal zur Geltung bringen. Je nach Art der Wandleuchte lässt sich die Lichtstimmung sogar automatisch oder ganz nach Lust und Laune verändern.
Spezielle Wandleuchten
Es gibt Wandleuchten, die für bestimmte Anforderungen ausgelegt sind. Befindet sich beispielsweise Wasser oder Wasserdampf im Raum (Badezimmer), schreibt die Norm NFC 15-100 je nach Entfernung zur Gefahrenquelle ein Niederspannungs- oder wasserdichtes Beleuchtungssystem vor. Daher muss man hier besonders aufmerksam sein und darauf achten, diese Vorschrift zum Schutz der Personen einzuhalten.
Auch Außenwandleuchten (Garten, Terrasse usw.) müssen einer Norm zur Schutzart gegen Spritzwasser und Staub entsprechen (Schutzart oder IP). Zu diesem Zweck muss die Schutzart auf der Wandleuchte angegeben sein, um deren gute Qualität und die Einhaltung der Vorschriften zu bestätigen. Die Schutzart IP 44 ist erforderlich, damit die Wandleuchte im Außenbereich angebracht werden darf.
Bestimmte Wandleuchten (im Außenbereich oder auch nicht) sind mit einem Bewegungsmelder ausgestattet. So können sie sich je nach Bedarf einschalten. In einem Flur oder Durchgangsraum (Waschküche) beispielsweise können sich die Wandleuchten nur bei Anwesenheit einer Person einschalten, ohne dass sie an einen Schalter angeschlossen sein müssen.
Die Beleuchtungseigenschaften der Wandleuchten
Für eine Wandleuchte gelten dieselben Beleuchtungskriterien wie für andere Lichtquellen (Spot, Einzelleuchte, Deckenleuchte, Sonnenlicht usw.). Es gibt daher keine allgemeingültigen Richtlinien für die Auswahl einer Wandleuchte oder deren Lichtstärke, da dies von den individuellen Bedürfnissen und der Raumaufteilung abhängt. Es gibt jedoch zwei wichtige Faktoren, die dabei helfen, sich besser zurechtzufinden.
- Die Lumenangabe gibt die Gesamtlichtmenge an, die von der Lichtquelle abgegeben wird. Je höher der Lumenwert, desto mehr Licht strahlt die Glühbirne aus und desto stärker ist die Beleuchtung.
- Das Kelvin (oder K) gibt die Farbtemperatur des Lichts an. Bei 2.000 Kelvin beispielsweise entsteht ein sogenanntes warmes Licht (wie Rot), während 5.000 Kelvin einem kalten Licht (Weiß oder sogar Blau) entsprechen.
Eine Wandleuchte strahlt jedoch selbst kein Licht aus, sondern die darin befindliche Glühbirne (oder LED) sorgt dafür. Man sollte daher eine Wandleuchte wählen, bei der sich diese leicht austauschen lässt. Denn auch wenn es oft möglich ist, Glühbirnen oder LEDs in Wandleuchten auszutauschen, ist dies je nach Farbton oder Opazität des Glases der Leuchte nicht immer einfach.
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