Die Wahl einer Matratze ist in den letzten Jahren immer schwieriger geworden. Der Grund dafür ist einfach: Auf dem Markt sind zahlreiche Modelle erhältlich, und die Hersteller setzen innovative Technologien ein, um sich von der Konkurrenz abzuheben. In diesem Matratzenratgeber finden Sie alle wichtigen Informationen, die Sie für Ihre Entscheidung benötigen. Eines ist jedoch sicher: Um gut zu schlafen, braucht man eine bequeme Matratze. Der Komfort hängt von der Liegequalität, der Zusammensetzung des Kerns und der Verarbeitung des Bezugs ab, aber in geringerem Maße auch von der Dichte, der Dicke, der Größe und dem Gewicht der Matratze. Was das Gewicht betrifft, so gibt es sehr deutliche Unterschiede, je nachdem, ob es sich um Latex, Schaumstoff oder Federkern handelt. Wie sieht es konkret aus?
Bezugstechnologie und Gewicht der Matratze
Im Allgemeinen wiegt eine Matratze zwischen 12 und 70 kg. Dabei ist zu beachten, dass die Technologie des Matratzenkerns das Gewicht eines Schlafplatzes direkt beeinflusst. Unter „Matratzenkern“ versteht man den Kern der Matratze, also den Block, der den Schläfer auf der Matratze stützt. Dieser kann aus Schaumstoff, Latex oder Federn bestehen. Es sind diese Materialien, die das Gewicht beeinflussen. So ist eine Memory-Foam-Matratze leichter als eine Matratze aus Naturlatex und als eine Taschenfederkernmatratze, insbesondere wenn letztere aus einer großen Anzahl von Federn besteht.
Es erscheint ebenfalls sinnvoll, auf die erheblichen Gewichtsunterschiede zwischen Polyetherschaum, Polyurethanschaum und viskoelastischem Schaum, zwischen Naturlatex und synthetischem Latex sowie zwischen den drei auf dem Markt erhältlichen Federkernmatratzentypen hinzuweisen.
Bei Latexmatratzen gelten synthetische Materialien als leichter und empfindlicher als natürliche Materialien. Daher ist eine Matratze mit der Zertifizierung „100 % Naturlatex“ in der Regel schwerer als eine Matratze aus 100 % Latex.
Bei Schaumstoffmatratzen hängt das Gewicht natürlich von der Qualität des Schaumstoffs ab. In diesem Fall lässt sich mit Sicherheit sagen, dass Matratzen der Einstiegsklasse aus Polyetherschaum leichter sind als Matratzen der mittleren Preisklasse aus Polyurethanschaum und Matratzen der Spitzenklasse aus viskoelastischem Schaumstoff.
Bei Federkernmatratzen bestimmt die Anzahl der Federn die Stützkraft, aber bei gleichen Abmessungen auch das Gewicht der Matratze. So erweisen sich Matratzen mit bikonischen Federn als die leichtesten auf dem Markt, da sie nur über eine begrenzte Anzahl von Federn verfügen (durchschnittlich 300 Federn). An zweiter Stelle folgen Federkernmatratzen mit Mehrfachwindungen, die im Durchschnitt aus 800 Federn bestehen. Taschenfederkernmatratzen sind am schwersten, da sie bis zu 2.000 Federn enthalten können.
Allerdings bestimmt das Material allein nicht das Gewicht einer Matratze. Man muss auch die Maße der Matratze berücksichtigen.
Welches Gewicht passt zu welcher Matratzengröße?
Das Gewicht einerMatratze von variiert nicht nur je nach Material, sondern auch je nach Größenklasse. Bei den Matratzengrößen unterscheidet man zwischen:
- Einzelmatratzen;
- Doppelmatratzen;
- Queen-Size-Matratzen;
- King-Size-Matratzen.
Einzelmatratze
Es gibt verschiedene Matratzengrößen für eine Person: 90 x 190 cm, 100 x 200 cm und 80 x 200 cm. Bei diesen verschiedenen Maßen variiert das angegebene Gewicht je nachdem, ob es sich um ein Modell aus Schaumstoff, Latex oder mit Federkern handelt.
Die Matratze mit den Maßen 90 x 190 cm eignet sich sowohl für Kinder als auch für Erwachsene (bis zu 1,70 m). Dies ist die Standardgröße einer Einzelmatratze. Sie wiegt etwa 17 kg.
Die Matratze mit den Maßen 100 x 200 cm ist für Erwachsene gedacht. Sie richtet sich vor allem an eine Bevölkerungsgruppe, deren Körpermaße nicht ganz dem Standard entsprechen. Das Gewicht dieser Matratze beträgt etwa 15 kg.
Die Matratze im Format 80 x 200 cm ist für verstellbare Betten oder für Modelle mit zwei voneinander unabhängigen Liegeflächen konzipiert. Diese Art von Matratze wiegt je nach Schlaftechnologie in der Regel zwischen 12 und 17 kg.
Bei Babymatratzen mit den Maßen 70 x 140 cm, die für Gitterbetten bestimmt sind, liegt das Gewicht zwischen 3 und 4 kg.
Doppelmatratze
In Frankreich beträgt die Standardgröße einer Matratze für zwei Personen 140 x 190 cm. Auf dem Markt sind auch Matratzen für zwei Personen in den Größen 140 x 200 cm und 120 x 190 cm erhältlich (letztere ist die kleinste Größe für Doppelmatratzen). Das Gewicht dieser verschiedenen Matratzenmodelle beträgt etwa 20 kg. Je nach Material, aus dem der Matratzenkern besteht, kann es deutlich höher oder niedriger ausfallen.
Matratze in Queen-Size-Größe
Dieser Matratzentyp ist für Personen mit einer Körpergröße von über 1,80 m konzipiert. So können sie optimalen Komfort genießen. Die Queen-Size-Matratze eignet sich auch für Paare, da sie jedem Partnerseine eigene Schlafzone gewährleistet. Die Maße einer Queen-Size-Matratze betragen 160 x 200 cm bei einem Gewicht von etwa 30 kg.
King-Size-Matratze
King-Size-Matratzen sind in Frankreich nicht sehr verbreitet. In den USA erfreuen sie sich hingegen großer Beliebtheit. Wie die Queen-Size-Modelle sind sie für kräftigere Personen und Paare gedacht. Eine King-Size-Matratze hat die Maße 180 x 200 cm und wiegt durchschnittlich 40 kg.
Welches Gewicht passt zu welcher Dichte und Dicke der Matratze?
Die Dichte einer Matratze gibt das Gewicht des Materials pro Flächeneinheit an. Sie wird in Kilogramm pro Kubikmeter (kg/m³) angegeben und gilt nur für Latex und Schaumstoffe. Es wird davon ausgegangen, dass eine Matratze umso länger hält, je höher ihre Dichte ist. Die Dichte gibt in manchen Fällen auch Aufschluss über den Härtegrad der Liegefläche. So wiegt eine sehr feste oder feste Matratze in der Regel mehr als eine mittelfeste oder weiche Matratze. Bei gleicher Dichte unterscheidet sich das Gewicht einer Matratze aus Polyurethanschaum natürlich von dem einer Matratze aus Naturlatex.
Auchdie Dicke kann bei der Bestimmung des Gewichts einer Matratze eine Rolle spielen. Was die Dicke betrifft, so sind auf dem Markt Modelle mit einer Dicke von 15 bis 18 cm sowie Modelle mit einer Dicke von 20 bis 25 cm erhältlich. Die dicksten Matratzen sind Federkernmatratzen. Man geht davon aus, dass eine Matratze umso mehr Füllmaterial enthält, je dicker sie ist. Dennoch ist sie nicht schwerer.
Letztendlich könnte man sich fragen, inwiefern die Kenntnis des Gewichts für die Wahl einer Matratze entscheidend ist. Zwar bestimmt das Gewicht nicht unbedingt den Komfort und die Liegequalität, doch lässt sich anhand des Gewichts einschätzen, ob sich die Matratze im Alltag leicht handhaben lässt. Während eine schwere Matratze nicht wirklich praktisch ist, da sie sich nur schwer bewegen und wenden lässt, weist eine leichte Matratze keine besonders hohe Strapazierfähigkeit auf.
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