Bei der Einrichtung des zukünftigen Babyzimmers stellt sich schnell die Frage nach der Wahl der Bettwäsche. Abgesehen vom ästhetischen Aspekt muss die Bettwäsche für ein Neugeborenes Anforderungen erfüllen, die bei Bettwäsche für Kinder oder Erwachsene nicht unbedingt gegeben sind.
Ein Neugeborenes verbringt viele Stunden in seinem Bett, genauer gesagt in Kontakt mit seiner Matratze und der Bettwäsche. Die Wahl der Babymatratze und der Bettwäsche ist daher von entscheidender Bedeutung, um einem Neugeborenen einen erholsamen Schlaf zu gewährleisten. Welches Material sollte man für die Babybettwäsche wählen? Wie bereitet man das Bett eines Neugeborenen vor? Antworten und Tipps für alle, die sich auf die Ankunft eines Babys freuen.
Was gehört ins Babybett?
Während für viele von uns ein bequemes Bett gleichbedeutend ist mit Bettdecken, Überwürfen und zahlreichen Kissen, sollte das Bett eines Babys in Bezug auf die Bettwäsche deutlich minimalistischer ausgestattet sein. Denn im Interesse der Sicherheit eines Neugeborenen dürfen auf keinen Fall Kissen oder Decken im Bett liegen bleiben. Ein wenige Monate altes Baby verfügt noch nicht über die nötige Motorik, um eine Decke oder ein Kissen wegzuschieben, das versehentlich auf sein Gesicht rutschen und es ersticken könnte.
Daher ist das Spannbetttuch die einzige unverzichtbare Bettwäsche für ein Baby. Keine weitere Bettwäsche darf in das Bett eines Neugeborenen gelegt werden. Selbstverständlich kann ein für Babys geeignetes kleines Kuscheltier die minimalistische Bettwäscheausstattung ergänzen.
Wie sieht es mit dem Kissenbezug aus? Sollte man einem Baby ein Kissen unterlegen? In den ersten Lebensmonaten sind die Bauch- und Rückenmuskeln eines Neugeborenen noch nicht ausreichend entwickelt, um seine Wirbelsäule zu stützen. Daher sollte ein Baby auf einer festen Matratze ohne Kissen schlafen. Die Wirbelsäule des Babys muss perfekt ausgerichtet sein. Diese Position erleichtert zudem die Atmung des Neugeborenen. Ein Kissenbezug ist daher nicht erforderlich.
Decke oder Schlafsack?
Bei Neugeborenen sind Decken und Bettlaken nicht angebracht. Denn ein Neugeborenes verfügt noch nicht über die nötige Kraft und die Reflexe, um eine Decke oder ein Laken von seinem Gesicht zu entfernen.
Solange das Kind also noch nicht über die nötigen motorischen Fähigkeiten verfügt, um sich umzudrehen und Textilien, die es stören könnten, abzulegen, sollte das Baby mit einem Schlafsack, auch „Turbulette“ genannt, bequem zugedeckt werden.
Der Schlafsack wird mindestens bis zum 18. Lebensmonat des Kindes empfohlen. Andere raten dazu, bis zum 2. Lebensjahr des Kindes zu warten. Das Wichtigste ist, sich an die Entwicklung des Kindes anzupassen. In jedem Fall gibt es Schlafsäcke, die bis zum 3. Lebensjahr des Kindes geeignet sind.
Nach dem Schlafsack kann das Kind beginnen, Bettwäsche wie ein Großer zu benutzen, insbesondere eine Bettdecke oder eine Decke.
Wie wählt man das richtige Spannbetttuch aus?
Wie Sie sicher verstanden haben, ist das Spannbetttuch die Bettwäsche, die man hauptsächlich in einem Babybett findet. Das Spannbetttuch sollte sorgfältig ausgewählt werden. Denn das Spannbetttuch ist das Textil, das am häufigsten mit der Haut eines Kleinkindes in Kontakt kommt. Ohne Kissen hat die Gesichtshaut des Babys direkten Kontakt mit dem Spannbetttuch – und das viele Stunden lang, sowohl nachts als auch tagsüber.
Die Zusammensetzung des Spannbetttuchs ist daher von entscheidender Bedeutung, um zu vermeiden, dass ein Baby mit möglicherweise giftigen oder allergieauslösenden Stoffen in Kontakt kommt.
Bei Spannbettlaken ist Baumwolle nach wie vor die bevorzugte Textilfaser. Baumwolle ist bekannt für ihre atmungsaktiven Eigenschaften. Zudem gibt es Spannbettlaken aus 100 % Bio-Baumwolle. So lassen sich die Vorzüge der Baumwolle mit einer Zusammensetzung ohne umstrittene Chemikalien verbinden.
Um sicherzustellen, dass das als Babybettwäsche ausgewählte Spannbetttuch keine chemischen Stoffe enthält oder damit behandelt wurde, können Sie sich auf verschiedene Gütesiegel verlassen. Das „Organic“-Gütesiegel garantiert Ihnen eine Zusammensetzung aus 100 % Bio-Baumwolle. Das Gütesiegel OEKO-TEX® STANDARD 100 wiederum gewährleistet, dass das Textil keine schädlichen oder umstrittenen Stoffe enthält.
Was die Qualität des Spannbetttuchs angeht, werden Ihnen alle jungen Eltern raten, auf Bettwäsche mit einer möglichst hohen Fadenzahl zu setzen.
Ein Spannbetttuch für Babys aus Baumwollperkal mit einer Fadendichte von 80 Fäden/cm² ist widerstandsfähiger gegenüber den Bewegungen des Babys und wiederholten Waschgängen. Denn das Spannbetttuch kann schnell Flecken bekommen, wenn die Windel ausläuft oder das Kind in die Windel macht. Daher werden Sie die Spannbetttücher Ihres Kindes wahrscheinlich regelmäßig waschen müssen.
Zudem zeichnet sich Baumwollperkal durch eine unvergleichliche Weichheit aus. Für ein Baby mit empfindlicher Haut bietet die Weichheit von Baumwollperkal höchsten Komfort.
Zudem zeichnet sich Baumwolle durch eine hohe Saugfähigkeit aus, was im Babybett besonders geschätzt wird. Wenn das Baby im Schlaf schwitzt oder sabbert, kann die Baumwolle diese Feuchtigkeit weitgehend aufnehmen. Ein Spannbetttuch aus Polyester hingegen nimmt Feuchtigkeit nicht so gut auf.
Sollte man einen Matratzenschoner verwenden?
Wenn Sie die Babymatratze schützen möchten, können Sie zwischen der Babymatratze und dem Spannbetttuch einen Matratzenschoner unterlegen. Dieser wasserdichte Matratzenschoner verfügt über eine dünne Kunststoffschicht, die die Matratze vor Flüssigkeiten schützt.
Zu beachten ist, dass hochwertige Babymatratzen häufig über einen abnehmbaren Matratzenbezug verfügen. Bei einer Babymatratze mit abnehmbarem Bezug lässt sich dieser bei Bedarf waschen.
Was die Zusammensetzung des Matratzenschoners oder des Matratzenbezugs angeht, erweist sich auch hier Baumwolle als das am besten geeignete Material. Ansonsten macht es wenig Sinn, sich für ein Spannbetttuch aus Baumwolle zu entscheiden, wenn der Matratzenschoner oder der Matratzenbezug aus synthetischen Polyesterfasern besteht.
Um sicherzustellen, dass die Babybettwäsche atmungsaktiv und hautfreundlich ist, können Sie auch Matratzenschoner und Matratzenbezüge wählen, die mit den Gütesiegeln „Organic“ oder „OEKO-TEX® STANDARD 100“ zertifiziert sind.
Ein letzter praktischer Tipp: Entscheiden Sie sich für einen Matratzenschoner oder einen Matratzenbezug, der sich leicht vom Babybett abnehmen lässt. Ein Matratzenschoner lässt sich oft leicht abnehmen, ein Matratzenbezug hingegen kann schwieriger von der Matratze zu entfernen sein. Wählen Sie daher einen abnehmbaren Matratzenbezug, der an mehreren Seiten der Matratze mit einem Reißverschluss versehen ist.
Für ein chemikalienfreies Babybett sollten Sie außerdem eine Matratze aus 100 % natürlichen Materialien wählen, beispielsweise eine Babymatratze aus Naturlatex. So kann Ihr Baby ganz unbesorgt in einem Bett schlafen, das keinerlei chemische Bestandteile oder Behandlungen enthält. Diese Art von Matratze und Bettwäsche sorgt zudem für eine bessere Luftzirkulation im Bett, wodurch die Vermehrung von Bakterien und Hausstaubmilben eingeschränkt wird, die allergische Reaktionen auslösen können.
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