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In 50 % der Wohnungen ist die Luftqualität drinnen schlechter als draußen.

Während in Glasgow die COP26 stattfindet, um sich unter anderemgegen die massive Entwaldung und für die Reduzierung der Methanemissionen einzusetzen, nimmt die Klimakrise immer weiter an Schärfe zu.Umweltbelange werden meist mit allem in Verbindung gebracht, was die Umweltverschmutzung im Freien betrifft (fossile Brennstoffe, Treibhausgase …), und scheinen nur die Industrie und die Regierungen zu betreffen. Doch jeder kann in seinem eigenen Umfeld handeln, um gemeinsam eine Gesellschaft mit bewussterem Konsum aufzubauen. Ein Paradigmenwechsel ist möglich – dafür müssen das Wesentliche, das Einfache und das Bescheidene wieder in den Vordergrund gerückt werden. Viele wissen es nicht, aber Wohnungen, Büros und andere geschlossene Räume sind ebenso (und manchmal sogar noch mehr) Quellen der Umweltverschmutzung wie der Außenbereich von Städten. Woher stammen diese Quellen der Innenraumverschmutzung, und welche Maßnahmen lassen sich ergreifen, um sie einzudämmen? Wir schlagen hier einige Ansätze für ein gesünderes Raumklima vor.


Die wichtigsten Ursachen für Luftverschmutzung in Innenräumen

Im Alltag können scheinbar harmlose Handlungen zur Verschlechterung der Luftqualität in unseren Innenräumen beitragen. Das ist eher eine gute Nachricht, denn es bedeutet, dass wir leicht und schnell Abhilfe schaffen können. Ob bei Reinigungs- oder Kosmetikprodukten, beim Kochen, bei der Inneneinrichtung oder auch bei Möbeln – es lassen sich zahlreiche gesundheitsschädliche Stoffe ausmachen.Um einen besseren Überblick zu erhalten, lassen sich die wichtigsten Verschmutzungsquellen in drei große Gruppen einteilen: – Chemische Verschmutzung, die in Innenräumen am häufigsten vorkommt. Dazu gehören vor allem VOCs (flüchtige organische Verbindungen), zu denen unter anderem Formaldehyd (ein farbloses, krebserregendes Gas) und organische Lösungsmittel (chemische Verbindungen, die beispielsweise in Farben und Lacken verwendet werden) gehören.

Hinzu kommt Kohlenmonoxid, ein geruchloses Gas, das bei Einatmen größerer Mengen lebensgefährlich sein kann. Es wird von oft defekten oder schlecht gewarteten Geräten (Heizungen, Warmwasserbereiter, Öfen…) freigesetzt. Schließlich ist Tabakrauch aufgrund seiner Giftigkeit eine der gefährlichsten Quellen für Innenraumverschmutzung. Die biologische Verschmutzung stammt von Lebewesen, nämlich Schimmel, Haustieren, Pflanzen, Milben und anderen Bakterien, die sich bei günstigen Umgebungsbedingungen (Feuchtigkeit und Wärme) vermehren können. Die physikalische Verschmutzung entsteht durch Partikel oder Staub. Um nur die bekanntesten zu nennen: Asbest, Glaswolle oder auch Pollen. Es ist wichtig, auf die Luftqualität in unseren Wohnungen zu achten, da eine längere Exposition gegenüber zu hoher Innenraumverschmutzung zu Gesundheitsproblemen führen kann. Es reicht aus, bei der Instandhaltung und im Konsum die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Auf dem Weg zu einem bewussteren Konsum

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, sollte man sich für Produkte mit einfacher Zusammensetzung ist eine sichere Wahl. Für die Pflege der Wohnung empfiehlt es sich, vielseitig einsetzbare und gesunde Produkte wie beispielsweise weißer Essig, Schmierseife oder Marseiller Seife oder auch Zitrone. Man kann sogar eigene Rezepturen zusammenstellen. Wem das jedoch zu aufwendig ist, dem stehen im Handel verschiedene Marken zur Auswahl, die natürliche Reinigungsmittel anbieten.

Man sollte vor allem zu lange Zusammensetzungen mit zu komplizierten Bezeichnungen vermeiden, denn das verheißt in der Regel nichts Gutes. Auch Bleichmittel sollte man meiden, da es sich um ein giftiges und ätzendes Produkt handelt, das für Mensch und Umwelt schädlich ist.

Man sollte daran denken, die Wohnung regelmäßig zu lüften, auch wenn es kalt ist. Das Lüften sollte zur täglichen Routine gehören und mindestens 10 Minuten pro Tag dauern. Dadurch wird die Raumluft aufgefrischt und die Luftfeuchtigkeit gesenkt, die – wie wir bereits gesehen haben – das Wachstum bestimmter Bakterien oder Pilze begünstigt.

Schließlich ist es für ein gesundes Wohnklima wichtig, auf natürliche Möbel und Bettwaren. Das gilt insbesondere für das Schlafzimmer, in dem wir die meiste Zeit verbringen. Oft sind wir versucht, günstige Möbel zu wählen, da ein Komplettset aus Bett, Matratze, Nachttischen, Kommode oder sogar Kleiderschrank schnell teuer werden kann. Wenn Sie sich jedoch für hochwertige Produkte entscheiden, investieren Sie nicht nur in Langlebigkeit, sondern auch in Ihre Gesundheit, da Sie schädliche Behandlungen, Klebstoffe und Lacke vermeiden. Ein Bett oder Möbelstück aus Massivholz kann Sie ein Leben lang begleiten. Sie sind zwangsläufig teurer als Möbel aus dem Massenhandel, aber es sind echte Unikate mit Seele.

Der Rückgriff auf Handwerkskunst aus Frankreich oder den Nachbarländern ist eine Garantie für hochwertige und umweltfreundliche Produkte. Das Holz stammt oft aus der Region und wird auf einfache Weise verarbeitet, um Möbel zum Leben zu erwecken, die keine VOCs abgeben. Zudemsorgt der Duft von Massivholz – anstelle des leicht chemischen Geruchs, der für neue Möbel mittlerer Qualität typisch ist –für einen Hauch von Natürlichkeit im jeweiligen Raum.

Für Bettwaren gibt es Materialien, die nicht nur gesund, sondern auch sehr strapazierfähig sind. Während die überwiegende Mehrheit der auf dem Markt erhältlichen Matratzen aus Erdölderivaten besteht, bieten einige Marken natürliche Alternativen wie Naturlatexan. Dabei handelt es sich um ein Material aus dem Kautschukbaum, das milbenabweisende und antibakterielle Eigenschaften besitzt. Es setzt keine hormonstörenden Substanzen frei. Dazu können Sie noch Bettwäsche aus Bio-Baumwolle hinzufügen, die nach OEKO-TEX 100 zertifiziert ist und somit garantiert frei von Schadstoffen ist. Wenn Sie diese verschiedenen Tipps befolgen, tragen Sie aktiv zur Verringerung der Innenraumbelastung bei, was sowohl für Sie als auch für die Umwelt von Vorteil ist. Geben Sie dem übermäßigen Konsum immer weniger nach, um bewusste und damit nachhaltige Kaufentscheidungen zu fördern.

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Artikel gefallen hat.Selbstverständlich,

Das Kipli-Team

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