Warum sollte man sich für ein niedriges Bett entscheiden?
Zu den wichtigen Kriterien bei der Auswahl der Bettwaren gehört die Frage: Welches Bett mit welcher Matratze und welchem Lattenrost soll man wählen?
Allerdings hat jeder Schläfer unterschiedliche Gewohnheiten und Vorlieben. Zwar hat die Festigkeit der Matratze einen wesentlichen Einfluss auf die Schlafqualität, doch auch die Höhe des Bettes ist ein wichtiges Kriterium. Während manche Menschen lieber in einem Hochbett oder einem relativ hohen Bett schlafen, bevorzugen andere hingegen ein niedriges Bett oder sogar direkt auf dem Boden. Es ist daher wichtig, sich Gedanken zu machen und die ideale Höhe für das eigene Bett zu wählen. Hier sind 4 Gründe, warum man sich für ein niedriges Bett entscheiden sollte, um gut zu schlafen.
Auf dem Boden schlafen, aber mit einem Lattenrost und einem Bettrahmen
Es gibt mehr Menschen, die lieber direkt auf dem Boden schlafen, als man denkt. In Japan ist dies sogar die Norm. Allerdings verfügen die Japaner weder über Betten noch über Matratzen wie die Menschen im Westen. Sie verwenden Futons. Der Futon ist somit eine Alternative für alle, die gerne möglichst nah am Boden schlafen und dabei dennoch von gutem Komfort profitieren möchten. Der 5 bis 15 Zentimeter dicke Baumwollfuton wird nämlich auf einer Tatami-Matte oder auf Reisstrohmatten ausgelegt, um die Härte des Bodens abzufedern und die Matratze in gutem Zustand zu halten.
Es wird aus mehreren Gründen davon abgeraten, die Matratze direkt auf den Boden zu legen. Ohne Lattenrost wird die Matratze nicht ausreichend belüftet, was vor allem für diejenigen problematisch sein kann, die nachts stark schwitzen. Die durch Schweiß entstehende Feuchtigkeit kann ohne Lattenrost nicht richtig abtransportiert werden und staut sich daher in der direkt auf dem Boden liegenden Matratze. Dies kann im Laufe der Zeit zur Bildung von Schimmelflecken oder sogar zu einem Durchhängen der Matratze führen. Der Kauf einer Matratze ist eine erhebliche Investition. Es wäre daher schade, sie zu beschädigen und ihre Lebensdauer zu verkürzen.
Um dieses Problem zu beheben, empfiehlt es sich, die auf dem Boden liegende Matratze regelmäßig anzuheben, um sie zu lüften – was jedoch eine gewisse Mühe bedeutet, da Matratzen schwer und sperrig sind. Der beste Kompromiss ist daher ein niedriges Bett mit einem Bettgestell ohne Füße, damit die Liegefläche möglichst nah am Boden bleibt. Dank des Bettgestells kann die Matratze jedoch auf einem Lattenrost gelegt werden, was eine uneingeschränkte Belüftung ermöglicht.
Mit einem niedrigen Bett und der Möglichkeit,die Matratze auf einen Lattenrost zu legen, ist auch der Komfort besser. Wer keinen Futon verwenden und eine herkömmliche Matratze behalten möchte, dabei aber möglichst nah am Boden schlafen will, für den ist das niedrige Bett die richtige Alternative.
Den Platz unter dem Bett optimal nutzen und gleichzeitig Staub vermeiden
Das niedrige Bett hat zudem den Vorteil, dass unter dem Bett kein ungenutzter Raum entsteht, da dieses relativ flach ist. Um jedoch den Eindruck zu verstärken, direkt auf dem Boden zu liegen, und sicherzustellen, dass sich kein Hohlraum zwischen dem Schläfer und dem Boden befindet, kann man sich für ein Bett mit Stauraum entscheiden.
Ein Bett mitStauraum bietet nämlichStauraum unter dem Bett. Man kann sich für ein Bett mit Stauraum und Schubladen entscheiden oder für ein Bett, dessen Liegefläche sich anheben lässt, um Zugang zum Raum unter dem Lattenrost zu erhalten. In jedem Fall ist diese Art von Bett sehr vorteilhaft, da man darin Kleidung oder sperrige Haushaltswäsche wie Decken, Kissen oder auch Bettdecken verstauen kann. Um die Höhe des Bettes gering zu halten, sollte man relativ niedrige Bettkästen wählen.
Ob mit Stauraum oder ohne – ein niedriges Bett verfügt über einen Bettrahmen, der bis zum Boden reicht, sodass kein Staub unter die Matratze gelangen kann. Ein weiterer Vorteil für alle, die es leid sind, ständig unter ihrem Bett zu kehren oder zu staubsaugen, da dieser Bereich besonders schwer zugänglich ist.
Das Ein- und Aussteigen aus dem niedrigen Bett erleichtern
Viele Betten haben eine Standardhöhe. Doch nicht alle Schläfer sind gleich groß. Das gilt umso mehr für Kinder. Mit der Zeit kann das Ein- und Aussteigen aus einem Bett mit ungeeigneter Höhe zu Schmerzen in den Knien oder im Rücken führen. Daher ist es wichtig, die Höhe des Bettes entsprechend der Körpergröße auszuwählen, denn eine Person, die 1,60 m groß ist, hat nicht dieselben Bedürfnisse wie eine Person, die 1,90 m groß ist.
Das Prinzip ist also ganz einfach: Je größer eine Person ist, desto höher sollte ihr Bett sein. Daher ist ein niedriges Bett für große Menschen nicht zu empfehlen, kann aber für kleinere Menschen durchaus geeignet sein. Das Wichtigste ist, dass man mühelos ins Bett ein- und aussteigen kann, da wiederholte Bewegungen im Laufe der Zeit zu gesundheitlichen Problemen führen können.
Während sich die Betthersteller meist für eine Standardhöhe zwischen 50 und 55 cm entscheiden, sollte man wissen, dass diese Höhe für Personen mit einer Körpergröße von etwa 1,75 m geeignet ist. Für kleinere Personen ist ein niedriges Bett daher eine echte Alternative, um den Rücken, die Knie und sogar die Hüften zu schonen. Um festzustellen, ob die Höhe eines Bettes geeignet ist, setzt man sich einfach auf die Bettkante und stellt die Füße flach auf den Boden. Wenn Beine und Oberschenkel einen rechten Winkel bilden, ist die Höhe des Bettes ideal.
Bei dieser Überprüfung lässt sich Folgendes feststellen:
- dass eine Person mit einer Körpergröße von 1,60 m ein Bett mit einer Höhe von 45 cm benötigt;
- dass eine Person mit einer Körpergröße von 1,75 m ein Bett mit einer Höhe von 50 cm benötigt;
- dass eine Person mit einer Körpergröße von 1,90 m ein Bett mit einer Höhe von 55 cm benötigt.
Das niedrige Bett – die ideale Lösung für Kinder
Und was ist mit den Kleinsten? Auch Kinder brauchen ein Bett, dessen Höhe an ihre Körpergröße angepasst ist. Die Kindheit ist eine Zeit des Wachstums, deshalb ist es wichtig, ein passendes Bett auszuwählen, bei dem das Kind ohne Anstrengung ein- und aussteigen kann.
Zudem hat das niedrige Bett den Vorteil, dass es der Montessori-Pädagogik entspricht, bei der die Bewegungsfreiheit des Kindes im Vordergrund steht. Ein niedriges Bett ermöglicht es den Kindern nämlich, selbstständiger zu sein und wie die Großen ganz allein in ihr Bett zu steigen. Dies ist sowohl für das Kind von Vorteil, das lernt, alltägliche Aufgaben ohne Hilfe eines Erwachsenen zu bewältigen, als auch für die Eltern, die dadurch mehr Freiheit und Zeit gewinnen.
Ein letzter kleiner Vorteil des niedrigen Kinderbetts: Da unter dem Bett kein Hohlraum entsteht, besteht keine Gefahr, dass sich dort Monster verstecken könnten!
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